Stress am Arbeitsplatz reduzieren – Schützen Sie Ihre Mitarbeiter vor Burn-Out


Die Digitalisierung macht das Arbeitsleben schneller. E-Mails kommen in wenigen Sekunden an, Handys führen zu ständiger Erreichbarkeit und zahllose PC-Programme führen gleichzeitig viele verschiedene Prozesse aus. Der Mensch ist in seiner Entwicklung viel langsamer.

Die Anforderungen im Berufsleben haben eine Auswirkung auf die Gesundheit der Arbeitnehmer. Stress am Arbeitsplatz kann im schlimmsten Fall zu ernsten Erkrankungen führen. Das führt zu Personalausfall und damit verbundenen Kosten für den Arbeitgeber. Es lohnt sich also für beide Seiten, Anspannungen zu reduzieren und das Stressmanagement anzugehen. 

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer kommen täglich mit Stressfaktoren in Berührung. Hält die Anspannung bei der Arbeit über einen längeren Zeitraum an, sind negative Auswirkungen vorprogrammiert. Entspannung und Stressmanagement haben oberste Priorität.



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Was sind die Faktoren für Stress am Arbeitsplatz?

Eine hohe psychische Belastung kann im Job verschiedene Ursachen haben. Häufig wirken die Faktoren für Stress am Arbeitsplatz zusammen und verstärken sich gegenseitig. Dabei geht es um die Arbeit und die Aufgaben, aber auch um das Arbeitsklima und die Rahmenbedingungen. Die folgenden Punkte spielen eine Rolle bei Stress im Job:
 

Was sind die Folgen von Stress am Arbeitsplatz?

Die Faktoren wirken gemeinsam. Fühlbare Beschwerden stellen sich ein, wenn Druck über einen längeren Zeitraum auf einen Arbeitnehmer wirkt. Die Folgen sind nicht unbedingt direkt erkennbar und schleichen sich über einen Zeitraum ein. Sie erscheinen oft wie vorübergehende Launen oder schlechte Tage und nicht wie Stress durch die Arbeit. Es handelt sich um:

Konzentrationsstörungen
Sorgen, Ängste und andere negative Gefühle lenken von der Arbeit ab. Absprachen und Vorgaben werden vergessen und es passieren leichter Fehler.

Blockaden und Blackouts
Stress am Arbeitsplatz führt zu Phasen, in denen Arbeitnehmer nicht nachdenken können. Probleme lassen sich einfach nicht lösen und Ideen wollen nicht kommen.

Negative Gefühle
Druck löst, je nach Menschentyp, unterschiedliche Gefühle aus. Es stellen sich Wut, Gereiztheit, Nervosität oder Panik ein. Jeder reagiert unterschiedlich, aber niemand positiv. Diese Gefühle beeinflussen die Qualität der Arbeit und das Klima im Unternehmen.

Stress im Job hat nicht nur Auswirkungen auf das Gemüt und die Produktivität, sondern auch direkt auf den Körper. Ernsthafte Erkrankungen, physisch wie psychisch, können entstehen.

  • Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • Permanente Müdigkeit
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Körperliche Ventile wie Zähneknirschen und Wippen mit dem Fuß
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Schlafstörungen
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Tinnitus
  • Depressionen
  • Burn-Out

(Quelle: Studie der Techniker Krankenkasse und Hochschule Darmstadt)

Durch den individuellen Umgang mit Stress sind die einzelnen Auswirkungen bei jedem Menschen anders ausgeprägt. Negative Erfahrungen in der Vergangenheit verstärken den Prozess. Manche Arbeitnehmer sind durch temporären Druck eher angespornt. Bei andauerndem Stress am Arbeitsplatz aber leiden Mitarbeiter und Aufgaben darunter. Der Körper baut Stresshormone nicht mehr ab und befindet sich ununterbrochen in einer Ausnahmesituation.


Woran erkennen Sie gestresste Mitarbeiter?

Oft erscheinen kleine Wehwehchen wie lästige Launen. Sie können aber auf Stress am Arbeitsplatz hindeuten, wenn sie gehäuft vorkommen.

Mit welchen Maßnahmen gehen Sie gegen Stress am Arbeitsplatz vor?

Arbeitgeber haben ihren Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Sie müssen laut Gesetz Gefahren am Arbeitsplatz vorbeugen. Die moderne Arbeitswelt birgt nicht nur Unfälle, auch die Psyche leidet schnell unter einer falschen Behandlung. Die Beschwerden können sich zu einem Burn-Out aufstauen und einen langen Ausfall des Mitarbeiters nach sich ziehen. Wichtig ist der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz. Geben Sie dazu jedem Angestellten die Freiheit, seinen Stress zu bewältigen und sich zu entspannen.

Wenn Sie das Gefühl haben, ein oder mehrere Mitarbeiter seien gestresst, sollten Sie das Gespräch suchen. Besonders, wenn keine anstrengende Phase stattfindet und andere Angestellte keine Symptome für ein zu hohes Stresslevel aufweisen.

Für alle Arbeitnehmer gilt es, Stress am Arbeitsplatz im Voraus vorzubeugen. Leiden erste Angestellte unter hoher Belastung, ist es fast zu spät. Sie sollten umgehend die Faktoren für Stress reduzieren.

Folgende Maßnahmen helfen von vorn herein, angespannte Situationen und Phasen zu vermeiden.

Was ist das Fazit?


Stress am Arbeitsplatz entsteht schnell. Er belastet den Arbeitnehmer körperlich und psychisch und den Arbeitgeber finanziell bei einem Ausfall. Sollten Sie bereits gestresste Mitarbeiter haben, reagieren Sie schnell und suchen das Gespräch. Auch eine Prävention für alle Angestellten ergibt viel Sinn. Ihre Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen und die Loyalität zum Unternehmen wächst. Stress zu reduzieren ist für alle ein Gewinn.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!


Mit einer Arbeitszeiterfassung wie clockodo verfolgen Sie ganz einfach die Arbeitszeiten und Überstunden Ihrer Mitarbeiter. So können Sie jederzeit eingreifen und den Stressfaktor Mehrarbeit im Griff behalten.


Katharina Bensch


Katharina Bensch ist die clockodo-Expertin für Themen rund um den Arbeitsalltag.
Mit Fachwissen zu rechtlichen Arbeitsthemen und vielfältiger Erfahrung als Redakteurin betreut sie das clockodo-Info-Portal.