Typische Fehler, die Nachtragsforderungen scheitern lassen
Viele Honorarverluste entstehen durch administrative Versäumnisse, die sich im Vorfeld leicht verhindern lassen.
Fehlende oder verspätete Zeiteinträge
Der Versuch, die Arbeitszeiten einer ganzen Woche am Freitagnachmittag aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, ist zum Scheitern verurteilt. Die Einträge werden ungenau, wichtige Details gehen verloren und kleine, in der Summe relevante Zusatzaufgaben fallen komplett unter den Tisch. Eine tagesaktuelle Zeiterfassung hilft dabei, auch kleine Zusatzaufwände vollständig und nachvollziehbar festzuhalten.
Unklare Tätigkeitsbeschreibungen ohne Projektbezug
Ein Eintrag wie „Diverse Abstimmungen" liefert bei einer späteren Rechnungsprüfung nur wenig Aussagekraft. Fehlt der direkte Bezug zu einem konkreten Nachtragsprojekt, lässt sich die Zeit später nicht mehr der Zusatzleistung zuordnen. Dieser Mangel an Detaillierung kann zu Rechnungskürzungen durch den Auftraggeber führen.
Fehlender Nachweis bei geänderter Bauprojekt-Dokumentation
Ändern sich Pläne, muss auch der Mehraufwand für die Anpassung der Bauprojekt-Dokumentation erfasst werden. Oft wird die eigentliche Planänderung berechnet, die vielen Stunden für die Aktualisierung von Raumbüchern, Stücklisten oder Vergabeunterlagen bleiben jedoch unbezahlt, weil sie schlicht nicht dokumentiert wurden.
Keine Trennung von Grundleistung und Zusatzleistung
Werden Stunden für vertraglich vereinbarte Leistungen und für Nachträge auf dasselbe Zeitkonto gebucht, entsteht ein undurchdringliches Datenchaos. Für die Begründung von Nachträgen ist es deshalb sinnvoll, die Aufwände für das ursprüngliche Bausoll sauber von den Stunden für Nachträge zu trennen.