Zeitwirtschaft

Kurz und knapp: Zeitwirtschaft

  • Unter Zeitwirtschaft versteht man die Analyse aufgewendeter Zeit für Projekte und Kunden.
  • Für die Zeitwirtschaft ist eine genaue Zeiterfassung bei der Arbeit unerlässlich.
  • In der Wirtschaftslehre bezeichnet Zeitwirtschaft die komplette Organisation eines Auftrags.
  • So lassen sich Stundensätze und Budgets besser planen und Prozesse optimieren.


Zeitwirtschaft Definition: Projekt- und Arbeitszeiterfassung

In der Zeitwirtschaft betrachten Unternehmer ihre Firma unter einem zeitlichen Aspekt. Sie untersuchen jede einzelne Aufgabe, die während der täglichen Arbeit anfällt, und analysieren, wie lange diese braucht. So rechnen sie zusammen, wie viel Zeit die Mitarbeiter für ein komplettes Projekt oder einen ganzen Kunden verbrauchen. Dazu ist es wichtig, jeden einzelnen Schritt anzuschauen.

Die häufigste Methode für die Datenerhebung ist eine Zeiterfassung. Projektbasiert zeichnet sie auf, wie viele Stunden einzelne Aufgaben brauchen. Mit einer solchen Maßnahme erfassen Mitarbeiter jeden Tag ihre Arbeitszeit und buchen diese jeweils auf die aktuelle Tätigkeit. In Berichten erhalten Vorgesetzte durch die Projektzeiterfassung einen Überblick über alle verfolgten Zeiten. Zusätzlich erkennen sie in der Arbeitszeiterfassung, wie viele Überstunden ein Mitarbeiter macht und wann er sich ein- und ausloggt.


Zeitwirtschaft im Personalwesen


Um herauszufinden, welche Schritte lange brauchen, messen Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten. Ein einfaches Ein- und Ausstempeln zu Beginn und Ende des Arbeitstages reicht nicht aus. Hier geht es um die Projektzeiterfassung und die Aufgaben, die anfallen. Einige Zeiterfassungen sind in der Lage, auch einzelne Leistungen abzubilden und bieten automatische Auswertungen aus den Zeitdaten an.

Stellen Unternehmer mit diesen Daten fest, dass ein Arbeitsschritt überdurchschnittlich lange dauert, erfolgt eine Ursachenforschung. Benötigt der Arbeitnehmer an der Stelle Unterstützung? Fehlen Materialien oder Informationen? Dauert der Schritt aus Produktsicht so lange, dass es sich lohnt, denselben Arbeitsplatz parallel anzulegen? Können die Angestellten vorarbeiten, bis das Produkt bei ihnen eingeht? Hilft ein Projektmanagement-Tool? Soll der Arbeitsplatz umgestaltet werden?

Auch die Zeiten zwischen den Aufgaben, die Wartezeiten, findet ein Unternehmen durch Zeiterfassung heraus. Die Gesamtzeit eines Projektes ist durch die genaue Erfassung der Arbeiten abgebildet. Auswertungen finden auf der Basis der Zeiteinträge statt. Das Arbeitszeitmanagement geht sowohl die Personalabteilung an als auch jede Abteilung, die in der Hinsicht hilfreich sein kann.

Die Ressourcenoptimierung ist ein wichtiger Faktor, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Verbesserung der eigenen Performanz ist ein stetiger Prozess. Unternehmer beobachten ihre eigenen Aufträge immer wieder neu und bewerten jedes Mal die Abläufe und Strukturen. Die Zeitwirtschaft dabei genau zu betrachten ist der erste Schritt, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.


Zeitwirtschaft Software

Eine Personalzeiterfassung nimmt die Zeiten aller Mitarbeiter auf. Sie verfolgt jede Tätigkeit in jeder Minute des Arbeitstages. Mit einem eigenen Zugang stempeln Mitarbeiter sich in dem Programm ein und geben an, welcher Aufgabe sie nachgehen. Eine Stoppuhr läuft die ganze Zeit mit und die Arbeitnehmer wechseln die Beschreibung ihrer Tätigkeiten. Die Einträge fließen in die Arbeitszeiterfassung, mit der die Personalabteilung die Abrechnung für den Lohn macht.

Aus den erhobenen Daten generieren Zeiterfassungssysteme verschiedene Berichte. Zum einen stehen die Plus- und Minusstunden sowie die Pausen für alle Mitarbeiter fest. Zum anderen listen die Tools die Projektzeiten nach unterschiedlicher Sortierung auf. Unternehmer analysieren die Einträge und erkennen, welche Aufgabe und welches Projekt wie viel Zeit in Anspruch genommen hat. Über Schnittstellen geben sie die Zeitdaten an andere Programme wie Rechnungsanwendungen weiter.


Mobile Zeitwirtschaft

Erweiternde Apps bringen die Zeitwirtschaft direkt auf Tablet und Smartphone. So erfassen Unternehmen nicht nur die Zeit vor Ort, sondern auch die Aufgaben unterwegs minutengenau. Moderne Zeiterfassungen lassen keine Durchlaufzeiten und Arbeitsschritte aus. Eine ganzheitliche Analyse für alle Arbeitsgänge ist unerlässlich für die effiziente Führung des Betriebes. 


Zeitwirtschaft in der Wirtschaftslehre

Unter Zeitwirtschaft versteht die Wirtschaftslehre die Organisation eines kompletten Fertigungsauftrags. Das beinhaltet alle Schritte vom Eingang eines Auftrages bis zum Versand. Aus diesen Zeitdaten ziehen Unternehmer Konsequenzen für Personal und Preis des Produktes. Die Zeitwirtschaft soll richtig angewendet eine Firma effizient machen.

Ein Zeitwirtschaftssystem zeigt auftragsbezogen auf, an welcher Position Arbeitnehmer Zeit einsparen können. Für jeden Arbeitsschritt erhebt das Unternehmen die Dauer. Diese heißt Durchlaufzeit. Arbeitgeber erheben die gesamte Durchlaufzeit einer Fertigung und die einzelner Arbeitsplätze im Prozess. Dazu zählen auch Schritte wie Vorbereitungen, Kontrollen, Transporte und Wartezeiten.

Diese Betriebsdatenerfassung gibt Aufschluss darüber, an welchem Punkt Unternehmen entweder das Arbeitszeitmanagement oder die Kapazitätsplanung verbessern sollten. Die Steuerung der Prozesse richtet sich nach der Zeitwirtschaft. Ist ein Arbeitsschritt im Vergleich zu den anderen sehr lang, benötigt er entweder weitere Mitarbeiter oder Zeiteinsparungen.


Vorteile einer Zeitwirtschaft mit Zeiterfassungssoftware

Zeiterfassung sortiert nach Projekten und Aufgaben

Individuelle Berichte mit Exportfunktion

Möglichkeit zur Analyse einzelner Arbeitsschritte

Weiterverarbeitung der Zeitdaten mit anderen Tools

Stundensätze, Budgets und Umsätze

Am PC und mobil als App für unterwegs

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