New Work

New Work und seine Definition

New Work ist in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich hinter dem englischsprachigen Begriff eigentlich? Unsere Arbeit und das Verständnis für sie, verändert sich unter dem Einfluss der Digitalisierung stetig. Längst wünschen sich Menschen nicht mehr nur den Aufstieg auf der Karriereleiter. Die gesamte Lebenssituation soll sich homogen in den Arbeitsalltag einfinden, wodurch die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr verschwimmen.  

Das New Work Konzept bezieht diese Veränderungen ein und schafft ein hohes Maß an selbständigem Arbeiten, dass Flexibilität und Sinnhaftigkeit bietet. Es ist ein neues Konzept des Arbeitens, bei dem es darum geht, traditionelle Arbeitsstrukturen aufzubrechen und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Es soll den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen angepasst sein. Wichtige Elemente von New Work sind flache Hierarchien, agile Arbeitsmethoden, digitale Vernetzung sowie eine Balance zwischen Berufs- und Privatleben. Das Ziel ist es, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Kreativität und Innovation fördern und zugleich das Wohlbefinden der Beschäftigten erhöhen. New Work wird oft im Zusammenhang mit der digitalen Transformation und der Zukunft der Arbeit diskutiert. 

Ursprung und Entwicklung des New Work-Konzepts

Der Begriff „New Work“ wurde von dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den 1970er Jahren geprägt. Bergmanns Konzept entstand als Reaktion auf die Automatisierung und den Verlust von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie in Michigan, USA. Er sah in New Work eine Möglichkeit, Arbeit neu zu definieren, weg von monotoner, fremdbestimmter Tätigkeit hin zu sinnstiftender und selbstbestimmter Arbeit.  

Die Entwicklung von New Work wurde durch die Digitalisierung und Globalisierung beschleunigt, welche flexible Arbeitsformen, wie Homeoffice oder Projektarbeit, ermöglichten. In den letzten Jahren hat sich New Work zu einem ganzheitlichen Ansatz entwickelt, der auch Aspekte wie flache Hierarchien, Work-Life-Balance und eine stärkere Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter umfasst. New Work wird damit zur treibenden Kraft für moderne Arbeitskulturen und Organisationsstrukturen 

New Work Ursprung und Entwicklung
Der Ursprung und die Entwicklung von New Work in der Übersicht

Merkmale und Prinzipien von New Work

Es gibt einige wesentliche Merkmale und Prinzipien, die Bergmanns Vision prägen. Zu den Wichtigsten Merkmalen zählen:  

  • Flexibilität in Arbeitszeit und -ort, wie Homeoffice und freie Zeiteinteilung. 

  • Arbeitszeiten, Pausen und Urlaube werden korrekt erfasst und fair eingeteilt.  

  • Flache Hierarchien und dezentrale Entscheidungsstrukturen. 

  • Fokus auf Work-Life-Balance und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. 

  • Einsatz digitaler Technologien zur Vereinfachung von Kommunikation und Kollaboration. 

  • Lebenslanges Lernen und persönliche Entwicklung als Teil der Unternehmenskultur

  • Projektbasierte Arbeit und teamübergreifende Zusammenarbeit. 

Zu den Prinzipien von New Work zählen: 

  1. Selbstorganisation: Mitarbeiter gestalten ihre Arbeitsprozesse weitgehend selbstständig. 

  2. Teilhabe und Transparenz: Entscheidungsprozesse sind offen, und die Belegschaft ist daran beteiligt. 

  3. Lebenslanges Lernen: Die kontinuierliche Weiterbildung wird als Teil der Arbeit angesehen. 

  4. Sinnstiftung: Die Tätigkeit soll einen persönlichen und gesellschaftlichen Mehrwert bieten. 

  5. Technologieeinsatz: Digitale Tools unterstützen die flexiblen Arbeitsformen und die Vernetzung. 

Vorteile und Herausforderungen von New Work

Das Konzept der neuen Arbeitswelt bringt viele Vorteile für Arbeitnehmer mit sich. Allerdings gibt es auch ein paar Herausforderungen, die es zu berücksichtigen gilt. Diese sollten nicht als Nachteil betrachtet werden, denn langfristig werden Investitionen und Herausforderungen zu einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen führen und die Produktivität fördern.  

Vorteile von New Work: 

  • Flexibilität: Ermöglicht individuelle Arbeitszeiten und -orte. 

  • Autonomie: Steigert die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Mitarbeiter. 

  • Work-Life-Balance: Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 

  • Mitarbeiterzufriedenheit: Führt zu höherer Motivation und Engagement. 

  • Innovationsfähigkeit: Offene Strukturen fördern Kreativität und Innovation. 

Herausforderungen von New Work: 

  • Führungskompetenz: Erfordert neue Führungsstile und -techniken. 

  • Technische Infrastruktur: Bedarf an Investitionen in digitale Arbeitsmittel. 

  • Datenschutz: Erhöhte Anforderungen an die Sicherheit von Unternehmensdaten. 

  • Kommunikation: Notwendigkeit effektiver Kommunikationswege in dezentralen Teams. 

  • Unternehmenskultur: Wandel der Unternehmenskultur kann auf Widerstand stoßen. 

New Work und psychische Gesundheit

Die psychische Gesundheit kann durch New Work positiv beeinflusst werden, indem Stressfaktoren wie starre Hierarchien und unflexible Arbeitszeiten reduziert werden. Die Förderung von Autonomie und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, können die Arbeitszufriedenheit erhöhen und das Risiko für Burnout verringern. Allerdings ist es wichtig, dass Unternehmen bei der Implementierung von New Work auch Unterstützungsstrukturen schaffen, um Überforderung und Isolation, die durch zu viel Flexibilität entstehen können, entgegenzuwirken. 

New Work Auswirkungen
Die Auswirkungen von New Work in der Übersicht

New Work in der Praxis: Beispiele und Anwendungen

New Work bezeichnet einen arbeitsorganisatorischen Ansatz, der Flexibilität, Selbstständigkeit und eine sinnstiftende Tätigkeit in den Mittelpunkt stellt. In der Praxis äußert sich New Work durch verschiedene Anwendungen und Beispiele: 

  1. Homeoffice und flexible Arbeitszeiten ermöglichen es Mitarbeitern, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. 

  2. Arbeits- und Pausenzeiten  werden genauer erfasst und berücksichtigt. 

  3. Desksharing und Coworking-Spaces fördern die Vernetzung und den Austausch unter Kollegen sowie mit externen Fachkräften. 

  4. Agile Arbeitsmethoden wie Scrum oder Kanban steigern die Effizienz und Anpassungsfähigkeit von Teams. 

  5. Fortbildung und lebenslanges Lernen werden durch regelmäßige Workshops und E-Learning-Angebote gefördert. 

  6. Projektbasiertes Arbeiten unterstützt die Entwicklung von Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme. 

  7. Flache Hierarchien und eine offene Unternehmenskultur tragen zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit bei und stärken das Gemeinschaftsgefühl. 

Diese Beispiele zeigen, dass New Work vielfältige Formen annehmen kann, um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden. 

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New Work und KI

Künstliche Intelligenz (KI) spielt im Kontext von New Work eine zunehmend wichtige Rolle. KI-Systeme können Routineaufgaben automatisieren und damit den Menschen Freiräume für kreative und strategische Tätigkeiten schaffen. Außerdem ermöglichen sie durch ihre Analysefähigkeiten eine individuellere Gestaltung der Arbeitsprozesse. KI trägt dazu bei, dass New Work Konzepte effizient umgesetzt werden können, indem sie etwa personalisierte Lern- und Entwicklungswege vorschlägt oder die Zusammenarbeit in verteilten Teams erleichtert. 

Kritikpunkte und Grenzen des New Work-Konzepts

New Work-Konzepte streben eine moderne Arbeitswelt an, stoßen jedoch auch auf Kritik und Grenzen. Ein Kritikpunkt ist, dass die Flexibilität und Selbstbestimmung zu einer Entgrenzung von Arbeit und Freizeit führen können, was den Stress erhöht. Zudem kann die erhöhte Eigenverantwortung einen Druck aufbauen, der nicht für jeden Arbeitnehmer geeignet ist. Die Digitalisierung, die oft mit New Work einhergeht, kann zu einer Verschärfung der Überwachung und Kontrolle führen. Ferner sind nicht alle Branchen und Berufe für New Work-Modelle geeignet, was zu einer Zweiteilung des Arbeitsmarktes führen kann. Die Chancengleichheit ist ebenfalls ein Thema, da nicht jeder Zugang zu den für New Work erforderlichen technischen Mitteln hat. Schließlich setzt New Work ein hohes Maß an Selbstorganisation voraus, was eine entsprechende Unternehmenskultur und ausreichende Kompetenzen der Mitarbeiter erfordert. 

Zusammenfassung und Ausblick auf die Zukunft von New Work

New Work steht für moderne Arbeitskonzepte, die Flexibilität, Autonomie und persönliche Erfüllung in den Vordergrund stellen. Es geht darum, Arbeit so zu gestalten, dass sie zu den individuellen Lebensumständen und Bedürfnissen der Menschen passt. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, flache Hierarchien, projektbasiertes Arbeiten und eine starke Betonung der Work-Life-Balance. 

In der Zukunft könnte New Work noch stärker durch technologische Fortschritte geprägt sein. Digitale Plattformen und künstliche Intelligenz könnten Routineaufgaben übernehmen und den Menschen mehr Raum für kreative und strategische Tätigkeiten lassen. Unternehmen könnten weiterhin dezentralisierte Arbeitsmodelle entwickeln, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern. Gleichzeitig könnte New Work eine größere Vielfalt an Arbeitsmodellen hervorbringen, die individuelle Karrierepfade und lebenslanges Lernen unterstützen. 

Sarah Marie Menze

Sarah Marie Menze ist die Clockodo-Expertin für Themen rund um psychologische Beratung und Coaching.

Mit zertifiziertem Fachwissen zu psychologischer Gesundheit und vielfältiger Erfahrung als SEO-Managerin betreut sie das Clockodo-Info-Portal.

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