Abrechenbare vs. nicht-abrechenbare Zeit in Kanzleien richtig trennen

Anwältin rechnet Stunden ab
Aktualisiert am 04. Dezember 2025
Anna Geisler
Geschrieben von Anna Geisler

Der Monatsabschluss steht an und oft bleibt unklar, wohin die investierten Stunden tatsächlich geflossen sind. Viele Kanzleien verlieren einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit an nicht-abrechenbare Tätigkeiten. Diese Zeiten bleiben unsichtbar, sie tauchen in keiner Rechnung auf und erschweren jede wirtschaftliche Einschätzung. Der folgende Leitfaden zeigt, wie Kanzleien abrechenbare und nicht-abrechenbare Zeiten sauber unterscheiden, korrekt erfassen und damit messbar rentabler arbeiten. 

Key Takeaways

  • Abrechenbare Zeit entsteht immer bei direktem Mandatsbezug. 
  • Nicht-abrechenbare Zeit verursacht versteckte Kosten und mindert die Rentabilität. 
  • Klare Kategorien, sofortige Erfassung und präzise Beschreibungen verbessern die Datenqualität. 
  • Transparenz in Projekten ermöglicht bessere Nachkalkulationen und realistische Preise. 
  • Digitale Zeiterfassungssysteme wie Clockodo reduzieren nicht-abrechenbare Zeiten nachhaltig. 

Was sind abrechenbare und nicht-abrechenbare Zeiten in Kanzleien?

Kanzleien arbeiten in einem Umfeld, in dem jede Stunde zählt. Die Unterscheidung zwischen abrechenbarer und nicht-abrechenbarer Zeit beeinflusst direkten Umsatz und Mandatstransparenz. Abrechenbare Zeit entsteht, wenn ein Mitarbeiter unmittelbar an einem Mandat arbeitet. Nicht-abrechenbare Zeit umfasst interne Abläufe, Fortbildung oder administrative Aufgaben, die sich nicht fakturieren lassen. Beide Kategorien sind notwendig, doch nur eine bringt Erlöse. Eine präzise Definition erleichtert die Zuordnung und stärkt die Abrechnungssicherheit. 

Beispiele für abrechenbare Zeit: 

  • Mandantengespräche
  • Schriftsätze verfassen
  • Gerichtstermine
  • Fachrecherche in Datenbanken 

Beispiele für nicht-abrechenbare Zeit: 

  • Interne Teambesprechungen
  • Allgemeine Fortbildung
  • Akquise- und Netzwerktätigkeiten
  • Administrative Aufgaben wie Updates oder interne Organisation 

Was sind Folgen nicht-abrechenbarer Zeit in Kanzleien?

Nicht-abrechenbare Zeit ist betriebswirtschaftlich relevant, da sie Kapazitäten bindet, aber keinen Umsatz erzeugt. Viele Kanzleien unterschätzen diesen Anteil, da interne Tätigkeiten seltener dokumentiert werden. Ohne vollständige Zeiterfassung steigt das Risiko fehlerhafter Arbeitsaufwände in Rechnungen. Mandanten verlieren das Vertrauen, wenn Leistungen nicht nachvollziehbar sind. Zudem entsteht ein verzerrtes Bild über Auslastung und Profitabilität. Mit klaren Kennzahlen erkennen Kanzleien, wo Potenziale liegen und wie viel Zeit tatsächlich im Mandat ankommt. 

Wesentliche Auswirkungen nicht-fakturierbarer Zeit 

  • Umsatzverluste durch falsch dokumentierte Zeit
  • Fehlende Transparenz für Mandanten
  • Ungewisse Auslastung einzelner Mitarbeiter
  • Schwierige Nachkalkulation von Mandaten
  • Höheres Risiko unzufriedener Mandanten 

Wie kann man nicht-abrechenbare Stunden in Kanzleien verringern?

Kanzleien profitieren von einfachen, klaren Maßnahmen. Sie fördern eine bessere Datengrundlage und reduzieren unnötige interne Zeiten. Durch strukturierte Abläufe sehen Mitarbeiter schneller, welche Tätigkeiten wirtschaftlich kritisch sind. Gleichzeitig entsteht ein fairer Rahmen für die Abrechnung. Die folgenden Schritte helfen Kanzleien, die Qualität ihres Zeitmanagements spürbar zu verbessern und abrechenbare Zeiten sichtbar zu machen. 

Schritte zur besseren Erfassung von non-billable hours 

Viele Kanzleien nutzen bereits eine Zeiterfassung, erfassen jedoch oft nur Mandatszeiten. Nicht-abrechenbare Zeiten bleiben unberücksichtigt, obwohl sie für Organisation und Planung wichtig sind. Die folgenden vier Schritte stammen aus erprobten Prozessen und haben sich in Kanzleien bewährt. 

Schritt 1: Tätigkeiten sofort erfassen und nicht sammeln 
Zeitnahe Einträge verhindern vergessene Posten und erhöhen die Genauigkeit. 

Schritt 2: Präzise Beschreibungen verwenden 
Klare Angaben wie „Telefonat mit Mandant Müller zur Vorbereitung der Klage“ vermeiden Rückfragen. 

Schritt 3: Kategorien klar definieren und einheitlich anwenden 
Einheitliche Kategorien für Mandat, Verwaltung, Marketing oder Fortbildung erhöhen Auswertbarkeit. 

Schritt 4: Regelmäßige Kontrolle 
Wöchentliche Prüfungen zeigen Unstimmigkeiten, Doppelbuchungen oder Lücken. 

Abrechenbare und interne Zeiten sauber trennen, Wirtschaftlichkeit steigern

Clockodo trennt abrechenbare und nicht abrechenbare Zeiten sauber voneinander. Sie sehen sofort, wie Ihre Arbeitsstunden verteilt sind und wo wirtschaftliche Potenziale entstehen. Die vollständige Dokumentation sorgt dafür, dass Ihre Kanzlei transparent und nachvollziehbar abrechnet.

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Ein Praxisbeispiel, das zeigt, wie vollständige Zeiterfassung wirtschaftliche Klarheit schafft

Wie stark der Unterschied zwischen abrechenbaren und nicht abrechenbaren Zeiten den wirtschaftlichen Erfolg beeinflusst, zeigt die DAWOCON GmbH, ein Beratungsunternehmen im Datenschutz. Die tägliche Arbeit besteht aus Mandantenterminen, Analyseaufträgen und vielen internen Aufgaben wie Organisation, Abstimmung oder Dokumentation. Vor Clockodo erfasste das Team nur abrechenbare Tätigkeiten. Wichtige interne Zeiten fehlten. Dadurch entstand ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Auslastung und es blieb unklar, warum ein voller Arbeitstag nur teilweise auf Rechnungen erschien. Die Geschäftsführung suchte deshalb eine Lösung, die sowohl Kundenarbeit als auch interne Aufgaben transparent abbildet.

DAWOCON Lina Woelk
Lina Woelk gründete die DAWOCON GmbH, um sich mit ihrem Team ganz dem Datenschutz zu widmen. Ihre Arbeits- und Projektzeiten trackt sie mit Clockodo.

Wie DAWOCON abrechenbare und nicht abrechenbare Zeiten klar trennt 

Das Team erfasst seine Arbeit heute mit Clockodo über die digitale Stoppuhr. Jede Tätigkeit erhält eine eindeutige Zuordnung, ob abrechenbar oder intern. Mandantengespräche, Recherche und Analyse laufen als abrechenbare Leistungen. Interne Abstimmungen, Organisation oder Weiterbildung werden als nicht abrechenbare Tätigkeiten gebucht. Die vollständige Dokumentation sorgt dafür, dass keine Stunde verloren geht und die Verteilung der Arbeitszeit realistisch sichtbar wird.

Welche Verbesserungen sofort sichtbar wurden 

Die Doppelstruktur aus abrechenbaren und internen Zeiten zeigt dem Team, wie der Arbeitstag tatsächlich aussieht. Kleine interne Aufgaben, die früher unbemerkt Zeit kosteten, erscheinen nun sauber im System. Die Auswertungen verdeutlichen, wie sich der Aufwand pro Mandant verteilt und wie hoch der Anteil interner Arbeit pro Woche ist. Die Abrechnung gelingt zuverlässiger, weil alle abrechenbaren Zeiten vorhanden sind. Gleichzeitig ermöglicht die Transparenz eine bessere Planung, da sich Auslastung, Engpässe und Produktivität klar erkennen lassen. 

Was andere Kanzleien aus diesem Beispiel lernen können 

Das Beispiel zeigt, wie wichtig eine vollständige Zeiterfassung für Kanzleien und Beratungsunternehmen ist. Erst die saubere Trennung zwischen abrechenbaren und nicht abrechenbaren Zeiten schafft ein realistisches Bild der eigenen Arbeit. Teams steuern Mandate präziser und erkennen unproduktive Zeitblöcke frühzeitig. Eine digitale Lösung erleichtert den Alltag und liefert die Grundlage für verlässliche Auswertungen, nachhaltige Planung und wirtschaftliche Entscheidungen. 

Mit der Zeiterfassung Clockodo arbeiten Kanzleien präziser

Clockodo unterstützt Kanzleien dabei, jede relevante Tätigkeit zuverlässig zu erfassen, unabhängig davon, ob sie abrechenbar ist oder nicht. Das System bildet Mandatszeiten und interne Aufgaben getrennt ab, sodass sichtbar wird, wie viel der Arbeitszeit in Mandate fließt und wie viel in Verwaltung, Akquise oder Fortbildung. Dies schützt Kanzleien vor versteckten Zeitverlusten, weil interne Tätigkeiten nicht mehr „unter dem Radar“ laufen. Die Stoppuhr erleichtert spontane Einträge, während strukturierte Kategorien die spätere Auswertung vereinfachen. Detaillierte Reports zeigen Mandatsaufwand, interne Prozesse und die Auslastung einzelner Mitarbeiter übersichtlich an. Die Transparenz stärkt die Nachkalkulation und ermöglicht eine realistische Planung kommender Mandate. 

Wie Clockodo abrechenbare und nicht-abrechenbare Zeiten trennt 

  • Klare Kategorien für Mandat, Verwaltung, Organisation oder Fortbildung
  • Einträge lassen sich präzise Projekten, Mandanten oder internen Bereichen zuordnen
  • Eigene Kategorien für nicht-abrechenbare Tätigkeiten wie interne Meetings, Akquise oder Updates
  • Automatische Zusammenfassungen machen die Verteilung auf Mandats- und Non-Billable Hours sichtbar
  • Auswertungen nach Mitarbeiter, Zeitraum oder Mandat zeigen, wo Zeit verloren geht 

Wie Clockodo Transparenz in interne Abläufe bringt 

  • Übersichtliche Diagramme zeigen auf einen Blick, wie viele Stunden im Monat nicht abrechenbar sind
  • Filter ermöglichen Vergleiche zwischen Mandanten, Wochen, Teams oder Tätigkeitsarten
  • Abweichungen im Verhältnis zwischen Mandatszeit und internem Aufwand lassen sich früh erkennen
  • Reports unterstützen Kanzleien bei der Entscheidung, Preise anzupassen oder Prozesse zu optimieren 

Vorteile für Kanzleien durch eine Zeiterfassungssoftware

  • Anwenderfreundliche Erfassung von Mandatszeiten
  • Präzise Abbildung nicht-abrechenbarer Tätigkeiten
  • Klare Trennung zwischen allen Tätigkeitsarten
  • Einblicke in Auslastung, Wirtschaftlichkeit und Mandatskosten
  • Detaillierte Reports für Nachkalkulation und Steuerung 

Fazit

Kanzleien profitieren spürbar von einer klaren Trennung zwischen abrechenbarer und nicht-abrechenbarer Zeit. Wer alle Tätigkeiten sauber erfasst, arbeitet wirtschaftlicher und transparenter. Eine Zeiterfassungssoftware wie Clockodo erleichtert diesen Prozess und macht Potenziale schnell sichtbar. Eine klare Struktur, regelmäßige Kontrolle und präzise Dokumentation stärken Mandatsbeziehungen und steigern die Rentabilität. 

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FAQ: Die häufigsten Fragen zu abrechenbaren und nicht-abrechenbaren Zeiten in Kanzleien

Alle Tätigkeiten mit direktem Mandatsbezug gelten als abrechenbare Zeit. Dazu gehören Beratung, Schriftverkehr, Gerichtstermine oder die Recherche in juristischen Datenbanken. Entscheidend ist, dass die Tätigkeit zur Lösung des Mandats beiträgt und sich eindeutig zuordnen lässt. 

Anna Geisler
Geschrieben von Anna Geisler

Anna Geisler ist unsere Expertin für Themen rund um einen entspannten Arbeitsalltag, modernes Zeitmanagement und HR-Themen. Ihr Fachwissen zieht sie aus ihrem Management-Studium mit dem Schwerpunkt Marketing und HR sowie aus ihrer langjährigen Erfahrung als Online-Redakteurin mit Fokus auf digitale Arbeitswelten. Bereits seit 2020 gehört Anna zum Team von Clockodo. Als Online-Redakteurin betreut sie das Info-Portal mit redaktionellem Know-how und Fokus auf Aktualität und Relevanz für Unternehmen. Ein besonderes Highlight ihrer bisherigen Arbeit bei Clockodo war ihre Mitwirkung am umfassenden Relaunch der Marke.

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