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Soll ich in meinem Unternehmen Home-Office anbieten?

„Flexibilität“ und „Work-Life-Balance“ lesen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in letzter Zeit häufig. Verschiedene Arbeitszeitmodelle bringen unterschiedliche Work-Flows und Arbeitsmethoden. Die Wünsche von Angestellten und deren Vorgesetzten gehen dabei manchmal etwas auseinander, aber im Prinzip möchten beide das Gleiche: zufriedenstellen. Und zwar sowohl den jeweils anderen als auch sich selbst. Denn Zufriedenheit führt zu mehr Produktivität.


Behalten Sie den Überblick über alle Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter. Mit der Zeiterfassung clockodo loggen sich Angestellte vor Ort oder über das Smartphone im Home-Office oder beim Kunden ein. 


In Deutschland bietet ein Drittel der Unternehmen Home-Office an, hat Bitkom in einer Umfrage herausgefunden. Tendenz und Bereitschaft steigend. Bei statista kann man lesen, dass 41 Prozent der Beschäftigten gerne ein oder mehrere Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten wollen. Das sind weit mehr als ein Drittel. Dazu kommen 21 Prozent, die sogar lieber ganz im Home-Office bleiben würden. Der Arbeitsmarkt bietet also immer noch kein passendes Kontingent an Heimarbeitsplätzen. Dabei gibt es viele Bereiche, in denen eine solche Regelung umsetzbar wäre, vor allem bei Bildschirmarbeitsplätzen. 

Home-Office: Angebot und Nachfrage

Gründe für den Wunsch, die sogenannte Teleheimarbeit zu machen, gibt es viele. Ein langer Arbeitsweg zum Beispiel und damit verbundenes Pendeln. Denn das bedeutet Stau und Verspätungen. Das Privatleben spielt hierbei auch eine große, wenn nicht gar die Rolle schlechthin: Eine Familie zu gründen und nicht auf das Arbeitsleben zu verzichten ist ein beliebtes Motiv. Menschen, die Angehörige pflegen und versorgen müssen, haben oft gar keine andere Wahl als Home-Office. Natürlich gibt es auch sehr persönliche Idealvorstellungen: Arbeiten, wann und wo man will, kein Großraumbüro und Termine, die jederzeit wahrgenommen werden können.

Ganz so einfach ist Teleheimarbeit allerdings nicht. Es müssen grundsätzlich im Büro wie im heimischen Arbeitszimmer dieselben gesetzlichen Regelungen befolgt werden. Das beinhaltet die Gestaltung des Arbeitsplatzes wie auch die Einhaltung von Pausenzeiten. Auch der Home-Office Datenschutz muss gewährleistet sein: Ihre Kundendaten sind in Privathaushalten im Grunde nicht sicher.

Welche Vor- und Nachteile hat Home-Office für mich als Arbeitgeber?

Jedem Arbeitgeber ist die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter wichtig. Angestellte, die gerne arbeiten und sich sogar noch für ihren Job einsetzen, sind produktiv und loyal. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Mitarbeitern in ihren Wünschen entgegenzukommen. Home-Office ist auch etwas für Arbeitgeber. Es ist eine Möglichkeit, ein Entgegenkommen zu zeigen. So lässt sich beweisen, dass man neue Wege ausprobiert, um das Unternehmen voranzubringen.

5 Gründe für Home-Office

  • Sie können qualifizierte Kräfte aus anderen Städten und Ländern rekrutieren
  • Sie sparen Kosten vor Ort (Wasser, Strom und Kaffee)
  • Sie wertschätzen Ihre Mitarbeiter und respektieren deren Wünsche
  • Sie fördern die Arbeitsatmosphäre, die Vertrauensbasis und die Zufriedenheit
  • Ihre Mitarbeiter kommen nicht zu spät und sind vom Arbeitsweg nicht demotiviert

5 Gründe gegen Home-Office

  • Die Einrichtung bedarf einiger Technik und Vorüberlegungen
  • Sie können die Arbeit (teils) nur noch aus der Ferne beurteilen
  • Absprachen gestalten sich schwieriger
  • Sie sind für den Arbeitnehmerschutz und Datenschutz im Home-Office verantwortlich
  • Die berufliche Beziehung zwischen Ihnen und Heimarbeitern als auch unter den Kollegen wird langsamer aufgebaut

Kann und will ich Home-Office in meinem Unternehmen anbieten?

Es sind viele Punkte zu überdenken, wenn es an die konkrete Entscheidung geht, Teleheimarbeit anzubieten. Außerdem sollte vorweg beschlossen werden, welches Modell infrage kommt. Sollen Angestellte komplett zu Hause arbeiten oder sollen sie an festgelegten Wochentagen nicht ins Büro kommen? Biete ich eine flexible Lösung an, bei der ein Kontingent an Teleheimarbeitstagen nach Absprache genommen werden kann?

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Haben Mitarbeiter schon öfter nach Home-Office gefragt?
  2. Haben Mitarbeiter eine lange Anreise?
  3. Gibt es Mitarbeiter, die zu Hause ihre Familie oder Pflegebedürftige versorgen könnten?
  4. Habe ich in meinem Einzugsgebiet zu wenig Fachkräfte?
  5. Habe ich vor Ort nicht genügend Platz für alle erforderlichen Arbeitskräfte?
  6. Kann unsere Arbeit im Home-Office gemacht werden? Arbeiten wir viel an PCs?
  7. Besteht zwischen meinen Mitarbeitern eine klare Aufgabenverteilung?
  8. Sind die Arbeitszeiten und Pausenzeiten klar geregelt?
  9. Kann ich die technische Ausstattung zum Arbeiten und zum Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten bieten?
  10. Traue ich den Mitarbeitern zu, dass sie eigenverantwortlich arbeiten?
  11. Möchte ich meinen Mitarbeitern gerne entgegenkommen?
  12. Habe ich die Muße, mich mit der Einhaltung von Datenschutz und Mitarbeiterschutz im Home-Office zu beschäftigen?
  13. Kann ich eventuell begründen, warum manche Mitarbeiter in Teleheimarbeit arbeiten dürfen und manche nicht?

Haben Sie mehr Fragen mit JA als mit NEIN beantwortet? Dann ist Home-Office tatsächlich eine Überlegung wert. Vielleicht stimmen aber die Voraussetzungen in den Fragen 7 bis 13 noch nicht? Trotzdem kann Teleheimarbeit für Sie sinnvoll sein, wenn Sie die ersten sechs Fragen oft mit JA beantwortet haben. Überlegen Sie für den einzelnen Mitarbeiter, ob ihm Arbeit im Home-Office entgegenkommt und er dadurch produktiver und motivierter bleibt. Dazu können Sie sich auch mit seinem direkten Vorgesetzten beraten.

Wie funktioniert die Einführung von Home-Office?

Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie Home-Office anbieten möchten, sollten Sie alles schriftlich festhalten. Es gibt die Möglichkeit, Teleheimarbeit vertraglich für einzelne Mitarbeiter festzuhalten oder in einer für alle gültigen Betriebsvereinbarung. Stellen Sie sicher, dass das Arbeitnehmerschutzgesetz zu Hause eingehalten wird und keine Daten auf privaten Computern gespeichert werden. Der Home-Office Datenschutz darf nicht unterschätzt werden. Halten Sie Ansprechpartner für technische und gesetzliche Belange fest. Alle Fragen, die von Mitarbeitern gestellt werden könnten, sollten beantwortet und der Ablauf für Home-Office klar sein. Bestimmten Sie das Modell der Teleheimarbeit sehr detailliert. Und dann teilen Sie Ihren Angestellten die frohe Botschaft mit.

Viel Erfolg!

Mit einer mobilen Zeiterfassung halten Mitarbeiter auch im Home-Office die Arbeitszeiten ein. Mitarbeiter loggen sich am PC oder Smartphone ein und verfolgen ihre Zeit online und projektbezogen.


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