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Das Mutterschutzgesetz sieht eingeschränkte Arbeitszeiten für Schwangere und Stillende vor.

Mutterschutzgesetz & Arbeitszeit einhalten: 5 einfache Beispiele

Schwangeren und stillenden Müttern steht ein besonderer Schutz zu. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Gesundheit und die des Kindes geschont bleibt. Besonders in den Arbeitszeiten gibt es laut Mutterschutzgesetz Einschränkungen.

Sobald Frauen von einer bestehenden Schwangerschaft erfahren, ist es sinnvoll, den Arbeitgeber darüber zu informieren. Dieser muss die Schutzmaßnahmen einleiten, die der Arbeitnehmerin zustehen. Den Zeitpunkt der Verkündung einer Schwangerschaft können Frauen aber frei bestimmen.


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Arbeitsrecht in der Schwangerschaft

Schwangeren und gerade gewordenen Müttern darf ein Arbeitgeber nicht kündigen. Nur in Ausnahmefällen mit Genehmigung einer Arbeitsschutzbehörde ist eine solche Kündigung gültig. Eine Kündigung ist ebenfalls ungültig, wenn die Arbeitnehmerin erst im Nachhinein von einer Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt erfährt. Nach einer Geburt oder dem Tod eines ungeborenen Kindes besteht weiterhin ein Kündigungsschutz von vier Monaten.

Den Arbeitsplatz hat der Arbeitgeber so zu gestalten, dass keine Gefahr für die Gesundheit von Mutter und Kind besteht. Schwer heben oder Akkordarbeit sind zum Beispiel verboten. Dafür ist eine schriftliche Dokumentation notwendig. Ist der Arbeitsplatz unsicher, bietet das Unternehmen eine andere interne Stelle an. Schwangere brauchen zusätzlich die Möglichkeit, sich zwischendurch hinzusetzen oder hinzulegen. Kann der Arbeitgeber eine Gefährdung nicht ausschließen, darf die Mitarbeiterin nicht weiter arbeiten.

Mutterschutzgesetz und Arbeitszeit: 5 Beispiele

Die höchstzulässige Arbeitszeit für Schwangere und Stillende unterscheidet sich von der regulären maximalen Arbeitszeit. Sie dürfen laut Mutterschutzgesetz grundsätzlich keine Überstunden machen. Die folgenden fünf Beispiele verdeutlichen, welche Einschränkungen in der Arbeitszeit bei Schwangerschaft noch bestehen.

1. Tägliche Arbeitszeit im Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz sieht pro Tag höchstens 8,5 Stunden Arbeitszeit für Schwangere vor. Zwischen zwei Tagen ist eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden Pflicht. Das gilt laut Arbeitszeitgesetz übrigens auch für andere Arbeitnehmer. Für die Einhaltung der Regelungen ist der Arbeitgeber verantwortlich.

2. Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetz

Schwangere Angestellte teilen ihrem Arbeitgeber den voraussichtlichen, vom Arzt ermittelten Geburtstermin mit. Das gesetzliche Beschäftigungsverbot beginnt sechs Wochen davor und endet acht Wochen danach. In besonderen Fällen ist eine zwölfwöchige Phase nach der Entbindung vorgesehen, zum Beispiel bei Früh- und Mehrlingsgeburten. Umgangssprachlich spricht man von der Mutterschutzfrist, die die insgesamt 14 oder 18 Wochen rund um die Geburt meint.

3. Stillpausen

Stillende Mütter genießen zusätzliche Pausen zum Stillen, die zur Arbeitszeit dazugehören.

4. Mutterschutzgesetz und Nachtarbeit

Nachtarbeitist Schwangeren und Stillenden verboten.

5. Freiwilliges Arbeiten zurückziehen

Schwangere und Stillende sind berechtigt, ihren Wunsch, trotz Verbot zu arbeiten, jederzeit zurückzuziehen.


Regelungen im Mutterschutz

Neben der Arbeitszeit und der Sicherheit sowie Gesundheit regelt das Mutterschutzgesetz, auch MuSchG, weitere Belange. Schwangere und Stillende Mütter haben ein gesetzliches Recht auf Entgeltfortzahlung. Für Untersuchungen in der Schwangerschaft stellt der Arbeitgeber sie frei. Bei ihrer Rückkehr aus dem Beschäftigungsverbot haben sie Anspruch auf denselben Arbeitsplatz wie im Arbeitsvertrag zuvor geregelt war.

Für den Mutterschutz spielt es keine Rolle, in was für einem Arbeitsverhältnis Schwangere und Arbeitgeber stehen. Auszubildende, Teilzeitkräfte, befristete Kräfte und 450-Euro-Kräfte haben alle dieselben Rechte. Seit dem 1. Januar 2018 gehören auch alle Frauen dazu, die in einem Rechtsverhältnis zu einem Unternehmen stehen. Das sind beispielsweise Entwicklungshelferinnen.

Weitere Informationen zum Mutterschutz finden Sie im clockodo-Lexikon.

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In der Schwangerschaft sorgt eine Zeiterfassung dafür, dass Frauen sich an die maximale Arbeitszeit von 8,5 Stunden halten können.


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