Foto: ©iStock.com/VISION4RY-L4NGU4GE
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Pendler: Immer längere Fahrtzeiten zur Arbeit

  • Magazin
  • 29.02.2016

In einer Studie untersuchte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) den alltäglichen Arbeitsweg der Menschen in Deutschland. Das Ergebnis: Pendler brauchen immer mehr Zeit für den Weg zur Arbeit.

Mehr als 17 Millionen Menschen arbeiten nicht in ihrem Heimatort, steigen also allmorgendlich in Auto, Zug und Co., um sich den lästigen und immer längeren Arbeitsweg um die Ohren zu schlagen. Die Studie des BiB zeigt, dass immer mehr Menschen immer länger für ihren Arbeitsweg brauchen. Der Anteil der Erwerbstätigen, die für ihren Weg zur Arbeit mindestens 30 Minuten brauchen, stieg zwischen 1991 und 2012 kontinuerlich von 20,4 Prozent auf 25,9 Prozent. Laut der Studie benötigte im Jahr 2012 sogar jeder 20. mindestens eine Stunde.

Darüberhinaus sank die Zahl derer, die innerhalb von weniger als zehn Minuten an ihrem Arbeitsplatz gelangen von 31,8 Prozent auf 27,2 Prozent. Experten sehen zwei Gründe für die Entwicklungen der Statistik: Zum einen sei das höhere Verkehrsaufkommen eine der Ursachen der längeren Arbeitswege. Zum anderen aber auch die durch den hohen Wettbewerb gestiegene Bereitschaft, für einen bestimmten Job mehr Distanz zurückzulegen.

Ob Frauen oder Männer besser Autofahren oder einparken können, das konnte die Studie nicht klären. Dafür aber ergab sich die Tatsache, dass Frauen für ihren Arbeitsweg durchschnittlich weniger Zeit beanspruchen als Männer.


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